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14.02.2019 Rheinpfalz

Träumen von Tokio
Sportlerin im blick: Corinna Hochdörfer ist Europameisterin im Para-Tischtennis und steht auf Platz 14 der Weltrangliste in ihrer Klasse. Die 22-Jährige, die aus Oppau stammt, startet für den Behindertensportverein Frankenthal und hofft auf eine Teilnahme an den Paralympics 2020 in Tokio.

Ludwigshafen. Mit Tischtennis-Rundlauf, dem Klassiker der Pausenhofspiele, konnte sich Corinna Hochdörfer als Sechstklässlerin so sehr anfreunden, dass sie beim Tischtennisclub (TTC) Oppau mit dem Training begann. Seitdem führte ihr sportlicher Weg steil nach oben. Mittlerweile startet sie für den Behinderten-Sportverein Frankenthal und gewann 2017 in Slowenien die Europameisterschaft im Para-Tischtennis mit dem Team. „Das war ein tolles Erlebnis“, erzählt Corinna Hochdörfer. Mit Stephanie Grebe und Juliane Wolf habe sie damals zwei Spitzensportlerinnen im Team gehabt, die schon an den Paralympics in Rio de Janeiro teilgenommen hatten. „Die zwei haben mich unglaublich mitgezogen“, sagt die 22 Jahre alten Oppauerin.Sie ist von Geburt an durch eine linksseitige Arm- und Beinlähmung beeinträchtigt und startet auf Wettkämpfen in der Klasse 7. Die Nationalmannschaft bestehe aus Athleten der Klassen 1-5 (im Rollstuhl), 6-10 (stehend) und 11 (intellektuelle Beeinträchtigung), erklärt Hochdörfer. Dabei gelte: je niedriger die Zahl der Klassifizierung, desto stärker die Beeinträchtigung der Athleten.



Für dieses Jahr hat sich Corinna Hochdörfer hohe Ziele gesteckt. Als aktuelle Nummer 14 der Welt will sie in die Top Ten. Auch eine gute Europameisterschaft will sie im Herbst spielen, denn dies sei Grundvoraussetzung, um sich ihren Traum von den Paralympics zu erfüllen. „Tokio 2020 habe ich durchaus im Hinterkopf“, sagt Hochdörfer. Mit der Sportjugend Rheinland-Pfalz reiste sie 2016 zu den Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro. Ein Erlebnis hat sie noch ganz besonders in Erinnerung. „Ich habe damals Gerd Schönfelder getroffen“, erzählt sie. Mit 16 Goldmedaillen ist Schönfelder als Ski-Rennfahrer der erfolgreichste deutsche Paralympics-Teilnehmer aller Zeiten. „Und ich habe mit ihm im Deutschen Haus ein kleines Tischtennismatch gemacht“, erzählt Hochdörfer.

Für ihren Traum, 2020 in Tokio selbst an Paralympics teilzunehmen, investiert Corinna Hochdörfer viel Zeit. Regelmäßig nimmt sie an Kaderlehrgängen teil, spielt Weltranglistenturniere und betreibt Tischtennis nicht nur als Para- sondern auch als Regelsport. Für die Tischtennisfreunde Frankenthal spielt sie in der zweiten Pfalzliga und trainiert drei- bis viermal in der Woche. Hinzu kommen zwei wöchentliche Termine für Physiotherapie und Krafttraining. Sie studiert in Heidelberg Sportwissenschaft. Zeit für die Nachwuchsförderung nimmt sich die ehrgeizige Sportlerin aber auch. Bei ihrem Heimatverein TTC Oppau ist sie als Jugendleiterin tätig.

Corinna Hochdörfer ist die einzige Rheinland-Pfälzerin, die im Para-Tischtennis auf internationaler Ebene startet. Fragt man sie nach der Charakteristik ihres Spiels, dann antwortet sie: „Ich stehe immer nah am Tisch, damit ich nicht so lange Laufwege habe. So kann ich den Ball früh nehmen und meine Gegnerin unter Druck setzen.“ Dabei helfe es, dass ihr Tischtennisschläger keinen glatten Belag, sondern einen sogenannten Abwehrbelag mit Noppen habe. Der verzeihe die eine oder andere unsaubere Schlagbewegung, erklärt Hochdörfer.

Allgemein nach dem „Wesen“ ihrer Lieblingssportart gefragt, macht die 22-Jährige klar, dass es keinesfalls zimperlich zugeht beim Para-Tischtennis. Im Gegensatz zum Regelsport würden viel mehr und vor allem knallhart die Schwächen der Kontrahentinnen ausgenutzt. Hochdörfers Fazit: „Wenn die Gegnerin umfällt, dann hast du gut gespielt.“









 
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