TTC Oppau

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25.02.2021 Rheinpfalz

Spielzeit vorzeitig beendet
Tischtennis: Unterhalb der Damen- und Herren-Bundesliga wird es in dieser Saison keine Spiele mehr geben. Die Runde ist vom Pfälzischen Tischtennisverband abgebrochen worden. Mit gemischten Gefühlen sehen es die Klubs aus der Region. Für die einen kommt die Entscheidung zu früh, andere sind froh, endlich Klarheit zu haben.
Von Benjamin Haag


LUDWIGSHAFEN. „Nach meinem Gefühl kommt der Saisonabbruch etwas zu früh“, sagt Marvin Weiß, Sportwart des TTC Oppau. Er durchlebte mit seinem Verein zwei Phasen des Saisonabbruchs. Denn die erste Herren-Mannschaft des TTC spielt in der Verbandsoberliga Saarpfalz und somit faktisch in einer Spielklasse des Deutschen Tischtennisbundes (DTTB). Obwohl der Pfälzischen Tischtennisverband (PTTV) am 12. Februar vier Tage vor dem DTTB die Runde abgebrochen hat, war zunächst nicht klar, was mit der Verbandsoberliga Saarpfalz passiert, da es sich bei ihr um eine Zwischenliga handelt. Der jetzige Abbruch aller Klassen unter der Bundesliga ist jedoch eine logische Konsequenz.

Die Mannschaftsspielrunde in der Pfalz, die Ende Oktober 2020 unterbrochen wurde, ist mehrfach wegen der Corona-Pandemie verlängert worden. Am Samstag gab PTTV-Präsident Heiner Kronemayer bekannt, dass die laufende Runde abgebrochen und annulliert wird. Das gilt auch für die Pokalrunde. Weiterhin finden wegen der fehlenden Wertung der Saison keine Auf- und Abstiegsspiele statt. Es gibt weder Meister noch Teilnehmer an Aufstiegs- und Relegationsspielen. Die Saison 2021/22 soll wie üblich im August oder September beginnen. Dabei ist die Ligeneinteilung der Saison 2020/21 maßgebend. „Gerne hätten wir zumindest eine Halbrunde gespielt um eine Wertung als Grundlage für die nächste Spielzeit zu erhalten. Leider lassen die Infektionszahlen sowie die Beschlüsse der Ministerpräsidenten keine andere Handlungsweise zu“, teilt der PTTV in einer von Kronemayer unterschriebenen Erklärung mit.

„Wir hätten gerne noch den April oder Mai abgewartet. Es wäre noch Zeit gewesen, die Saison fertig zu spielen“, glaubt Weiß. Insbesondere die Zweite Mannschaft des TTC Oppau sieht er benachteiligt. So stieg der TTC wegen des Saisonabbruchs in der Spielrunde 2019/20 aus der 2. Pfalzliga Ost ab und konnte nun auf Platz eins der Bezirksoberliga rangierend nicht wieder direkt aufsteigen. „Der Ärger ist da. Wir hoffen, dass wir durch einen Antrag beim PTTV wieder eine Liga hochkommen“, fügt der Sportwart an.

SVP begrüßt AbbruchZur Zeit gibt es in Oppau fünf aktive Mannschaften. Die Hoffnung mit dieser Anzahl auch in die nächste Saison zu gehen, schwindet ein wenig. „Wir hoffen, dass wir nicht noch mehr Mitglieder verlieren“, betont Weiß, der sich mit seinen Vorstandskollegen zur Zeit des Öfteren per Videokonferenz zu Sitzungen trifft.

Anderer Meinung ist Marco Matheis, Tischtennis-Abteilungsleiter des SV Pfingstweide. „Wir waren sehr, sehr froh über den Abbruch. Wir können seit Monaten nicht trainieren. Die Hygienevorschriften sind überall anders. Das war schon extrem“, fügt Matheis, der als Lehrer arbeitet, an. Beim SVP ergab sich das Problem, dass die acht gemeldeten Herrenteams aufgrund der Größe der Sporthalle nicht alle zusammen in einer Halle spielen konnten. „Da war der Verband auch etwas hilflos. Es wurde uns gesagt, wir müssen noch eine weitere Halle suchen“, sagt Matheis, der jedoch auch ein Stück weit Verständnis für die Aussagen der Verbandsvertreter hat. Zum Abbruch selbst hatte Matheis aus den eigenen Reihen nur positive Rückmeldungen bekommen. „Die Halbserie war auch in den Augen unserer Mitglieder nicht mehr realistisch“, erklärt Matheis und spricht von einer Top-Entscheidung des Verbands. Denn die geplante Einfachrunde als Wertungsmaßstab für Auf- und Abstieg sei nur ein verzerrter Blickwinkel gewesen, da diversen Teams Spieler auch wegen des Coronavirus nicht zur Verfügung standen. Beim SV Pfingstweide hoffen alle auf eine normale Spielrunde 2021/22.

Benjamin Sätzger, Jugendwart der VTV Mundenheim, sieht für den Tischtennis-Nachwuchs eben genau die Schwierigkeiten, die es in anderen Sportarten auch gibt. „Ich bin mir sicher, dass manche Jugendlichen abspringen. Es wird in Zukunft schwer werden. Wir werden wohl auch die nächsten zwei Monate noch nicht spielen können“, glaubt Sätzger. Er sei jedoch zuversichtlich, da noch nicht die ganz große Anzahl an Abgängen zu verzeichnen gewesen sei. Auch wegen der drohenden Terminflut findet er die PTTV-Absage richtig. „Wann hätten wir all die Spiele absolvieren sollen. Wir können doch nur einmal pro Woche spielen“, bekräftigt er seine Zustimmung zum Saisonabbruch.





24.02.2021 Rheinpfalz

Alle wissen jetzt, woran sie sind
Tischtennis: Die Kritik am Abbruch der Saison hält sich in Grenzen – Vereine und Verband mit Sorgen

Ludwigshafen. Eingepackt sind die Tischtennisschläger schon lange. Wirklich gerechnet haben viele Vereine des Pfälzischen Tischtennisverbandes (PTTV) nicht mehr mit einem Wiederbeginn nach der Aussetzung des Spielbetriebs aufgrund des Coronavirus. Der Deutsche Tischtennisbund (DTTB) folgte wenige Tage später, jedoch mit Ausnahmen.
„Die ersten Reaktionen waren größtenteils positiv, da die Vereine jetzt wissen, wo sie dran sind“, sagt Heiner Kronemayer, Präsident des PTTV. „Es war ein hin und her. Wir sind froh, dass die Runde nun abgebrochen ist“, bestätigt Marco Matheis, Abteilungsleiter des SV Pfingstweide, die Entscheidung des PTTV.

Die Kritik hält sich in Grenzen. Auch bei der TSG Kaiserslautern, dessen Herren-Team in der 3. Bundesliga spielt, und weitere drei Teams in den Regional- und Oberliga antreten, ist man glücklich, dass der DTTB wenig Tage später der Entscheidung des Pfalz-Verbandes folgte.

Zuvor wurde die Aussetzung der Mannschafts-Spielrunde, die seit Ende Oktober des vergangenen Jahres unterbrochen wurde, vom PTTV mehrfach verlängert. Der Abbruch betrifft nun nicht nur den Ligenbetrieb, sondern auch die Pokalwettbewerbe. Im August oder September soll nun in die Saison 2021/2022 gestartet werden, wobei die Ligeneinteilung der Saison 2020/2021 maßgebend ist.

Der DTTB folgte der Entscheidung des PTTV vom 12. Februar nur vier Tage später. Die Spielzeit 2020/21 wird in diesen Ligen für ungültig erklärt und damit so behandelt, als hätte sie nicht stattgefunden. Die Saison der Profiligen, der Bundesliga und der Damen-Bundesliga, kann nach derzeitigem Stand planmäßig zu Ende geführt werden. Das bedeutet auch, dass die pfälzischen Vertreter in den Herren- und Damen-Regionalligen von der TSG Kaiserslautern (drei Teams), TTF Frankenthal, TTC Nünschweiler, TTV Albersweiler, TSG Zellertal, TTC Riedelberg, TTV Edenkoben, TTC Winnweiler und dem 1. TTC Pirmasens auch in der kommenden Saison in ihrer bisherigen Spielklasse antreten werden.

„Unser Ziel wäre es überhaupt mal wieder Tischtennis im Training zu spielen“, sagt Riedelbergs Julia Dieter mit Blick in die Zukunft. „Wenn man die Infektionszahlen sieht, wäre es vielleicht doch noch möglich gewesen die Saison mit Koppelspieltagen zu beenden“, erklärt hingegen Martin Roth vom Regionalligisten TTF Frankenthal, sieht aber durchaus die entstehende Problematik mit der Verfügbarkeit der Hallen.

Geplant war ursprünglich, in den Bundesspielklassen die Saison mit mehreren Spielen an einem Wochenende innerhalb weniger Wochen für die jeweiligen Teams zu beenden. Bijan Kalhorifar, Tischtennis-Abteilungsleiter der TSG Kaiserslautern, beäugte die Planungen bereits kritisch. „Das Problem ist die Ungewissheit. Wir können einfach nicht planen“, kritisierte er den DTTB schon vor Wochen und sah insbesondere Vereine benachteiligt, die ausländische Spieler in ihren Reihen haben, die möglicherweise schon gar nicht eingesetzt werden könnten.

Zukunftssorgen treiben derweil die Verantwortlichen von Vereinen und Verband um. „Sicherlich kann man sagen, dass wir speziell im Nachwuchsbereich einen kompletten Jahrgang nicht so weiterbilden konnten wie wir dies gerne getan hätten“, meint Kronemayer. „Wir haben schon viele Kündigungen bei den Herren und von unseren Jugendspielern zu beklagen“, sagt Benjamin Sätzger, Jugendwart der VTV Mundenheim. „Die Befürchtung ist ganz klar, dass es ähnlich wie letztes Jahr kommt, oder vielleicht sogar noch mal schlimmer, sodass die nächste Runde gar nicht anfängt“, erklärt Ilja Kratschmer, Pfalzligaspieler des TTC Winnweiler.




 
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